Grüne Praxis statt grauer Theorie

Beispiel: Die Schokowerkstatt eine Praxiserfahrung für Studierende und ein Erlebnis für Schulklassen (Filmbericht: BR, Querbeet vom 19.12.201)

www.br.de/mediathek/video/sendungen/querbeet/schokowerkstatt-114.html

 Durch den "LehrLernGarten“ (LLG) werden die Studienbedingungen durch neue studienrelevante Angebote verbessert. Der LLG wurde durch die Zentrale Einrichtung Botanischer Garten als fächer- und fakultätsübergreifendes Projekt eingerichtet. Ziel ist es den Studierenden Praxiserfahrung in der Wissensvermittlung zu ermöglichen - und zwar in realen Situationen mit echten Schülern. Das Resultat sind Selbstvertrauen, Methodensicherheit und Berufsvorbereitung.

 

 

Zusammenarbeit mit den Fachdidaktiken und Pädagogen der Universität, um den Studierenden die für sie richtigen Umsetzungsmöglichkeiten zu bieten. Wichtig ist auch die Kooperation mit den Schulen in der Region, von Grundschule bis Gymnasium, und den sonderpädagogischen Einrichtungen.

 

Praktisch – wissenschaftlich – schulartgerecht

Wie vermittelt man Fachthemen und welche didaktische Methode ist dafür geeignet? Im LehrLernGarten sammeln Studierende frühzeitig Lehrerfahrungen im Umgang mit Schülerinnen und Schülern indem sie Unterrichtseinheiten entwickeln und in realen Lehrsituationen am außerschulischen Lernort Botanischer Garten umsetzen. Die Themen reichen dabei weit über das rein Botanische hinaus. Zum Einsatz kommen didaktische Vermittlungsmethoden, die sich aus der aktuellen Bildungsforschung ableiten. Angeboten werden im LLG eine Vielfalt an Methoden und Möglichkeiten der Praxiserfahrung.

Die für eine zeitgemäße Lehramtsausbildung unerlässlichen fächerübergreifenden Unterrichtsprojekte werden im LLG fakultätsübergreifend durch eine intensive Kooperation und eine direkte Verzahnung des Projektes mit den Fachdidaktiken und Pädagogen an der Universität erzielt.

Durch den Umgang mit Schulklassen verschiedener Fächer und Schulformen können Studierende Berührungsängste abbauen und Selbstvertrauen erwerben. Diese persönlichkeitsbildenden Eigenschaften können in den gängigen universitären Lehrveranstaltungen, wie z.B. Seminare im Hörsaal, nicht vermittelt werden. Im Schulalltag werden solche Eigenschaften jedoch vorausgesetzt.

Auch Studierende außerhalb der Lehramtsstudiengänge, für die der Berufsbereich Umweltbildung immer attraktiver wird, können im LLG während der universitären Ausbildung Erfahrungen an einer etablierten Umweltbildungseinrichtung erlangen.

 

 

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)

Ziel ist es auch den Studierenden v.a. des Studiengangs Biologie Werkzeuge und Ideen an die Hand zu geben, um Umwelterziehung im Sinne der „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“ zu ermöglichen. Der LehrLernGarten sieht sich als Bildungsort zur Schulung zukünftiger Multiplikatoren (und natürlich auch für die teilnehmenden Schulkinder) hinsichtlich dieses wichtigen Themas.

Ziele der erarbeiteten Umsetzungen sind dabei nicht nur bloßes Vermitteln von Umweltwissen und Fakten (kognitiver Bereich). Weiterhin wird versucht über Naturerleben oder Naturerfahrung (affektiver Bereich) die Sozial- und Handlungskompetenz der Akteure zu stärken. Eine solche ganzheitliche Sicht von Umweltbildung umfasst auch die ökonomische Seite aktueller Umweltprobleme deren soziale Ursachen und Konsequenzen sowie Handlungsperspektiven und persönliche Einstellungen (ethischer Bereich).

Gerade dieser interdisziplinäre Ansatz ermöglicht die Einbindung unterschiedlicher Fachrichtungen und die praxisnahe Ausbildung für einen modernen zukunftsweisenden Unterricht. Bislang wurden einige Zulassungsarbeiten und Umsetzungen im Sinne von BNE erarbeitet.


Einige Beispiele:

·         * Die Welt im Schulranzen  

·         * Wald global – Wald lokal (in Zusammenarbeit mit Walderlebniszentrum Gramschatz)

·         * Handy und Regenwald

·         * Die Tropen im Einkaufskorb